Hinterwälder Rinder

Bei Berühren des Bildes mit dem Cursor (Mauszeiger) bleibt es stehen und Sie
können selbst vor und zurück navigieren.

Maße, Gewichte♀ weiblich♂ männlich
Kreuzbeinhöhe (cm)um 122um 135
Gewicht (kg)um 420um 750
Geburtsgewicht (kg)2225
210 Tage Gewicht (kg)
365 Tage Gewicht (kg)
tägl. Zunahme Jungbullen (g)
Die Hinterwälder gehören zu den gefährdeten Nutztierrassen. Die Population wird in ihren besonderen Landrasse-Eigenschaften durch Selektion planmäßig gefördert.
FarbeDie Tiere haben ein gelbes bis rotes Fell, hin und wieder sind sie gescheckt. Kopf und Beine sind immer weiß.
KörperbauDer Körperbau ist gekennzeichnet durch kleine Maße und Gewichte, durch einen langen und tonnigen Rumpf und durch ein mittelgroßes, gleichmäßiges, straff sitzendes, gut melkbares und leistungsfähiges Euter. Der Knochenbau ist sehr feingliedrig und die Fundamente und Klauen sind extrem gut. Häufig ist der Schwanzansatz recht hoch, so dass die Becken im Regelfall abgedacht sind. Die Hörner sind oft geschwungen und wachsen teilweise mit zunehmendem Alter lyraförmig. Genetisch hornlose Tiere sind vorhanden.
EigenschaftenDie Tiere mussten sich an die rauen Umweltbedingungen des Hochschwarzwaldes anpassen und sind deshalb sehr widerstandsfähig, genügsam, robust und besonders langlebig. Dank ihres geringen Gewichtes, ihrer Beweglichkeit, ihrer hohen Trittsicherheit und der sehr harten Klauen können diese Tiere noch auf steilsten Hanglagen weiden, ohne größere Erosionsschäden zu verursachen. Auch für feuchte Gebiete sind sie geeignet. Die Fruchtbarkeit und die Geburtsverläufe der Hinterwälderkühe sind sehr gut. Heute schätzt man die gute Fleischleistung, die Zartheit des Fleisches, niedrigere Endgewichte für die Direktvermarktung als bei Intensivrassen sowie die auffallend gute Futterverwertung.
Somit haben die frühreifen Hinterwälder als Landschaftspfleger und in der Milch- und Mutterkuhhaltung in allen schwierigen Gebieten eine besondere Bedeutung.